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Thailand 2025: Tag 5 – Ayutthaya, Ankunft in der Tempelstadt

Robinson Crusoe Style

Der 5. Tag des Dezember, Anno 2025

Von der Abreise aus Bangkok und der Reise gen Ayuthaya

An diesem Morgen ward es an der Zeit, von unserem Quartier in der großen Stadt Bangkok Abschied zu nehmen, nachdem wir das Frühstück im Hotel eingenommen und unsere Habseligkeiten in die Koffer verstaut hatten. Da wir bereits um halb elf des Morgens bereit zur Abfahrt waren, sandte ich dem Kutscher eine Nachricht, er möge doch früher erscheinen, wenn es ihm genehm sei, woraufhin sich auf wundersame Weise ein anderer Fahrer bei uns einfand, der pünktlich eine Minute nach elf Uhr vor dem Hotel erschien. Die Fahrt nach Ayuthaya währte ungefähr anderthalb Stunden durch das Land, und wir erreichten schließlich unsere neue Unterkunft, die Q-Zone Boutique, welche zwar von schlichter Art war, einem Motel nicht unähnlich, doch waren die Räumlichkeiten dreimal so geräumig wie jene in Bangkok, was uns sehr zufrieden stellte.

Von den ersten Erkundungen der alten Stadt und ihrer verfallenen Pracht

Nachdem wir uns ein wenig in unseren neuen Gemächern eingerichtet hatten, begaben wir uns zu Fuß in den Ortskern, wo wir zunächst im Focus Café Speise zu uns nahmen, welches Diana für diesen Zweck ausgewählt hatte. Hierauf wanderten wir zu den ersten historischen Stätten dieser ehrwürdigen Stadt, wo wir zu unserer Verwunderung erfuhren, dass selbst bei diesen verfallenen Ruinen lange Hosen und bedeckte Schultern gefordert wurden, eine Regel, die wir zu respektieren gedachten, weshalb wir unseren Eintritt auf den kommenden Tag verschoben und uns vorerst damit begnügten, alles von außen zu betrachten, was dennoch von großer Eindrücklichkeit war. Die Stadt zeigte noch deutliche Spuren der jüngsten Überschwemmung, denn der Fluss führte eine braune, trübe Brühe mit sich, und allerorten sah man aufgeschichtete Dämme und Pumpen, die das Wasser aus verschiedenen Bereichen zu entfernen suchten.

Von der abenteuerlichen Fahrt mit dem Urgroßvater im TukTuk

Nachdem wir gefühlt den halben Ort durchwandert hatten, kehrten wir zur Q-Zone zurück und bereiteten uns auf das Abendessen vor, zu welchem Diana das Riverside Restaurant ausgewählt hatte, das jedoch eine beträchtliche Strecke von unserer Unterkunft entfernt lag. Während wir bereits ein gutes Stück des Weges zu Fuß zurückgelegt hatten, wurden wir von einem betagten Herrn angesprochen, der in einem TukTuk saß und uns anbot, den Rest der Strecke zu fahren, wobei wir uns seiner Sprache nur unvollkommen verständigen konnten und nicht sicher waren, ob er unser Ziel verstanden hatte. Auf einmal verschwand er und holte sich Unterstützung von seiner Enkelin und deren Sohn, welche vorne bei ihm mitfuhr, während der Knabe hinten bei uns auf der Pritsche saß, und wir hielten den Atem an, wie der Großvater über die Straßen fuhr, von allen anderen Fahrzeugen überholt, was uns wahrlich keinen Spaß bereitete. Natürlich fuhr der alte Mann zunächst am Restaurant vorbei, musste umkehren und wäre beinahe ein zweites Mal daran vorbeigefahren, hätten wir ihn nicht lautstark darauf hingewiesen, dass hier unser Ziel sei, woraufhin er uns endlich aussteigen ließ.

Von dem köstlichen Mahl am Flusse und der Betrachtung des erleuchteten Tempels

Schnurstracks begaben wir uns zum Restaurant, wo man glücklicherweise noch einen Tisch für uns bereithielt, den man eigens für uns an einen passenden Ort stellte, damit wir Platz nehmen konnten. Das Etablissement lag direkt am Flusse, und auf der gegenüberliegenden Seite konnten wir einen bunt erleuchteten Tempel bewundern, der sich in der Dunkelheit der Nacht prächtig darbot, und auch hier war das Essen von vorzüglicher Art, sodass wir es uns wohl sein ließen und den Abend in vollen Zügen genossen. Für die Rückfahrt beschlossen wir, ein Grub Taxi zu bestellen, da uns dies sicherer erschien als eine erneute Fahrt mit dem wackeren, aber waghalsigen Urgroßvater, und im Hotel angekommen, gönnten wir uns noch einige Runden Rommee, ehe wir erschöpft von den Erlebnissen dieses ereignisreichen Tages in unsere Betten fielen und dem Schlafe anheimgaben.


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