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Thailand 2025: Tag 4 – Bangkok, Grand Palace & Wat Pho

Robinson Crusoe Style

Der 4. Tag des Dezember, Anno 2025

Von der Morgenstunde und dem Frühstück im fremden Lande

Als die Sonne über dem exotischen Königreiche Siam aufging, erwachten wir voller Erwartung auf die großen Abenteuer, die dieser Tag uns bescheren sollte, und begaben uns zunächst zur Morgenspeise in den Räumlichkeiten unserer Herberge, wo wir mit einiger Neugierde und Spannung das Mahl erwarteten, welches uns nach europäischer Art dargeboten wurde. Wiewohl die Speisen durchaus von annehmbarer Beschaffenheit waren und unseren Hunger zu stillen vermochten, so muss ich doch in Aufrichtigkeit bekennen, dass sie keine besondere Erhebung des Gemütes hervorriefen und eher dem gewöhnlichen Standard entsprachen, den man in solchen Etablissements zu erwarten pflegt. Dennoch stärkten wir uns mit dankbarem Herzen, denn wir wussten wohl, dass dieser Tag uns große Anstrengungen abverlangen würde, da wir uns vorgenommen hatten, die prächtigen Tempel und den weltberühmten Grand Palace zu besichtigen, von welchem Orte man sich in allen Landen die wundersamsten Geschichten erzählt.

Von dem Grand Palace und dem ehrwürdigen Jade Buddha

Mit großer Entschlossenheit machten wir uns auf den Weg zu jenem prächtigen Grand Palace, in dessen heiligen Hallen der weltberühmte Jade Buddha thronen sollte, und schon bei unserer Ankunft ward uns offenbar, dass dies wahrlich unser Tag des größten touristischen Andranges werden würde, denn die Menschenmassen strömten in solcher Fülle zu diesem erhabenen Orte, wie ich es in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen hatte. Trotz der brennenden Hitze, die auf uns niederprasselte wie flüssiges Feuer, zwangen wir uns in lange Beinkleider, wie es die Sitte und der Respekt vor diesem heiligen Orte gebieten, und traten durch die Tore des Palastes ein, wo wir zunächst eine strenge Sicherheitskontrolle mit metallenen Scannern und allerlei Prüfungen über uns ergehen lassen mussten, ehe wir endlich unsere Eintrittskarten erwerben und das Innere betreten durften, wobei sich der Andrang glücklicherweise in erträglichen Grenzen hielt. Als Erstes bestaunten wir die unglaublich prächtigen Wandmalereien, welche in über hundertsiebzig Episoden die Geschichte der herrschenden Familie erzählen, alles von Menschenhand gezeichnet und mit großer Sorgfalt restauriert, ein Anblick, der mein Herz mit Ehrfurcht und Bewunderung erfüllte. Sodann begaben wir uns zum inneren Tempel, wo der Jade Buddha residiert, und mussten abermals unsere Schuhe ablegen, wobei uns die Gelegenheit geboten ward, uns mit einer geschlossenen Lotuspflanze segnen zu lassen, die in geweihtem Wasser getaucht und sodann auf unser Haupt getupft wurde, ein Ritual von großer spiritueller Bedeutung. In der Tempelhalle selbst herrschte ein striktes Verbot des Fotografierens und Filmens, weshalb wir keine Abbilder anfertigen konnten, doch sahen wir die Jade-Statue, welche mir nach meinem bescheidenen Dafürhalten recht klein und unscheinbar erschien, hoch oben auf einem gewaltigen Altar thronend, woraufhin wir wieder ins Freie traten und weitere Gebäude besichtigten, bis wir zum Ausgang gelangten, der sich als Haupteingang zu einem noch prächtigeren Palastgebäude erwies, welches wir jedoch nicht betreten durften, da am folgenden Tage der Geburtstag der Königin gefeiert werden sollte und nur Einheimische in schwarzer Kleidung Zutritt hatten, was uns jedoch keineswegs bekümmerte.

Von der listigen Bootsfahrt und den Verheißungen der Händler

Da die Hitze des Tages uns beinahe zu verzehren drohte, erwarben wir in einem der Touristenladen zwei Hüte für je hundertfünfzig Baht, was kaum vier Euro entspricht und selbst für eine Touristenfalle erstaunlich günstig war, und wurden alsbald von einer freundlichen thailändischen Dame angesprochen, die uns mit großer Überredungskunst zu einer Bootstour bewegen wollte. Nach kurzem Überlegen willigten wir ein und entrichteten je fünfzehnhundert Baht pro Person, woraufhin wir uns in einem jener bekannten thailändischen Kähne mit Außenbordmotoren durch die Kanäle schippern ließen, wobei uns versprochen ward, wir würden die monströse goldene Buddha-Statue sehen, Fische mit Brot füttern können, einen schwimmenden Markt bewundern und schließlich nicht zur Anlegestelle zurückkehren, sondern direkt zu Wat Pho gelangen, wo der weltbekannte riesige liegende Buddha zu bestaunen ist. Die Fahrt selbst war durchaus vergnüglich und das Füttern der Fische, die sich in Unmengen an jenem Platze tummelten, bereitete uns einige Freude, und aus weiter Ferne erblickten wir tatsächlich den goldenen Riesen-Buddha, doch ward uns bald offenbar, dass wir einer List zum Opfer gefallen waren, denn die Endstation war keineswegs Wat Pho, sondern exakt jene Anlegestelle, von der wir auch gestartet waren, eine wahrhaftige Touristenfalle, wie ich nun mit Bedauern feststellen musste.

Von den weiteren Tempeln und der vergeblichen Suche nach einem Automobil

Nun mussten wir uns zu Fuße auf den Weg zu unserem nächsten Ziele begeben, was eine weitere Viertelstunde Fußmarsch durch die heiße Stadt beinhaltete, bis wir endlich Wat Pho erreichten, wo wir nach Erwerb der Eintrittskarten den riesigen liegenden goldenen Buddha bewunderten, dessen Anblick trotz des touristischen Andranges von großer Erhabenheit war und mein Gemüt mit Staunen erfüllte. Nach Beendigung unserer Besichtigung in diesem Tempel begaben wir uns tiefer in die Stadt hinein, um eine Autovermietung aufzusuchen, da wir vorhatten, unsere nächste Station mit einem Mietautomobil anzufahren, doch leider blieb unsere Suche erfolglos und wir mussten unverrichteter Dinge von dannen ziehen. Unser Weg führte uns zurück zum Flusse, wo wir für lediglich zehn Baht pro Person, was nicht einmal drei Cent entspricht, Tickets zur Überfahrt auf die andere Seite erwarben und dort den Wat Arun, den Sonnenuntergangs-Tempel, besuchten, welcher von großer Schönheit war und von Einheimischen wie Touristen gleichermaßen geschätzt wird, um sich in gemieteten thailändischen Kostümen fotografieren zu lassen, ein Schauspiel, das uns sehr belustigte. Nach unserer Besichtigung nahmen wir abermals die Fähre zurück, welche sogar noch günstiger war als die Hinfahrt, und absolvierten den Rückweg zu unserem Hotel zu Fuße, wo wir uns reinigten und frisch machten, ehe wir uns zum Abendmahl in die Ram Buttri Straße begaben, wo wir in einem Restaurant sehr köstlich speisten.

Von den Massagen und den Vorbereitungen für die kommende Reise

Da meine Gefährtin Diana beschlossen hatte, sich an diesem Tage eine Fußmassage gönnen zu lassen, schlenderten wir noch ein wenig durch die Straßen und stellten fest, dass wir vergessen hatten, im Restaurant die Toilette aufzusuchen, weshalb wir uns in eine Bar begaben, wo wir einige Cocktails zur Happy Hour tranken, ehe wir uns endlich zur Massage begaben, wo Diana eine Fußmassage erhielt und ich mich für eine Nacken- und Rückenmassage entschied, welche eine typische thailändische Behandlung war und mit einer deutschen Wellness-Massage nicht das Geringste gemein hatte, sondern vielmehr von kraftvoller und durchdringender Natur war. Da uns die Beschaffung eines Mietautomobils nicht gelungen war, entschieden wir uns, per Taxi mittels der Grab-Anwendung nach Ayutthaya zu reisen, weshalb ich noch am selben Abend über besagte Applikation ein Fahrzeug für den kommenden Tag bestellte, um auf der sicheren Seite zu sein und nicht dem Zufall ausgeliefert zu werden, denn ich hatte an diesem Tage gelernt, dass man in diesem fremden Lande stets vorausschauend planen muss, will man nicht in die mannigfaltigen Fallen tappen, die überall auf den unvorsichtigen Reisenden lauern.


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